Genießen: Talent oder Training?
Im Prinzip ist jeder Mensch zum Genießen begabt. Körperliche Störungen können die Sinneswahrnehmung allerdings einschränken – was alle kennen, die eine dicke Erkältung mal wortwörtlich geschmacklos gemacht hat. Ebenso gibt es seelisch bedingte Genusshemmungen. Sie lassen sich zum Glück therapeutisch beheben.
Dass manche Menschen überdurchschnittliche Fähigkeiten der Sinneswahrnehmung haben, hat allenfalls wenig mit einer physischen Sonderausstattung – zum Beispiel mehr Geschmackspapillen – zu tun. Nicht bessere Organe oder höhere Rezeptoranzahl machen den Unterschied, sondern die Leistung der Gehirnbereiche, die Sinneseindrücke verarbeiten. Da unser Gehirn lernfähig ist, können wir diese Leistung trainieren und steigern. Testen Sie es doch einfach mal durch bewusstes, regelmäßiges Tea-Tasting!